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Lexikon

Geschäftsanteil

Ein Geschäftsanteil ist der Anteil eines Gesellschafters am Stammkapital einer GmbH, der mit seinem Nennbetrag die Mitgliedschaft und die Rechte in der Gesellschaft verkörpert. Laut GmbHG § 5 lautet jeder Geschäftsanteil auf einen vollen Euro-Betrag.

Geschäftsanteil
Kurzantwort

Ein Geschäftsanteil ist der Anteil eines Gesellschafters am Stammkapital einer GmbH. Laut GmbHG § 5, Abruf 21.10.2026, lautet jeder Geschäftsanteil auf einen vollen Euro-Betrag. Die Summe aller Geschäftsanteile ergibt das Stammkapital. Der Geschäftsanteil bestimmt Stimmrecht und Gewinnanspruch, soweit der Gesellschaftsvertrag nichts anderes regelt.

Wodurch unterscheidet sich der Geschäftsanteil von einer Aktie?

Die Aktie ist das Wertpapier einer Aktiengesellschaft. Der Geschäftsanteil ist dagegen kein Wertpapier, sondern ein Recht innerhalb einer GmbH. Er wird nicht an der Börse gehandelt, sondern durch einen notariell beurkundeten Vertrag übertragen. Dieser Unterschied prägt Verkauf, Vererbung und Bewertung.

Ein Geschäftsanteil umfasst Rechte wie Stimmrecht, Gewinnanspruch und Informationsrecht. Diese Rechte richten sich nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag. Die Satzung oder der Gesellschaftervertrag kann die Übertragung an Zustimmungen binden, zum Beispiel an einen Gesellschafterbeschluss.

Welches Beispiel zeigt die Verteilung der Geschäftsanteile?

Rechenbeispiel (frei konstruiert): Eine GmbH hat 25.000 Euro Stammkapital. Ein Gesellschafter übernimmt einen Anteil von 15.000 Euro, ein zweiter einen Anteil von 10.000 Euro. Beide Beträge lauten auf volle Euro. Der erste Gesellschafter hält damit 60 Prozent des Stammkapitals, der zweite 40 Prozent. Diese Quoten sind die Grundlage für Stimmrecht und Gewinnverteilung, soweit der Vertrag keine abweichende Regel enthält.

Die Zahlen sind konstruiert. Eine Verteilung nach Kapitaleinsatz ist eine Gestaltungsfrage und kein Muss.

Bei der Gründung entsteht jeder Geschäftsanteil durch Übernahme im Gesellschaftsvertrag. Der Übernehmer leistet die Einlage auf den Anteil, und die Gesellschaft trägt ihn in die Liste der Gesellschafter ein. Ohne diese Eintragung bleibt die Stellung unklar, auch wenn die Einlage bereits geflossen ist. Wer einen Anteil übernimmt, prüft daher zuerst die Liste und die Einzahlung.

Ein weiterer Punkt betrifft die Teilung. Ein Gesellschafter kann einen Teil seines Geschäftsanteils abtreten. Dabei entstehen zwei Anteile mit jeweils eigenem Nennbetrag. Beide Anteile müssen wieder auf volle Euro lauten, sonst fehlt die Grundlage für die Eintragung.

Welche Begriffe gehören zum Geschäftsanteil?

  • Nennbetrag ist der Betrag, auf den der Geschäftsanteil lautet.
  • Stammkapital ist die Summe aller Geschäftsanteile.
  • Abtretung bezeichnet die Übertragung eines Geschäftsanteils an einen anderen.
  • Teilung teilt einen Anteil in kleinere Anteile, etwa bei einem Verkauf.
  • Gesellschafterliste führt die Inhaber der Anteile im Handelsregister.

Häufige Fragen zum Geschäftsanteil

Kann ein Geschäftsanteil frei verkauft werden?

Die Übertragung braucht eine notarielle Form. Der Gesellschaftsvertrag kann zusätzlich Zustimmungen oder Vorkaufsrechte vorsehen. Lassen Sie den Vertrag vor dem Verkauf prüfen.

Wie wird ein Geschäftsanteil bei Kapitalerhöhung ausgegeben?

Bei einer Kapitalerhöhung entstehen neue Geschäftsanteile oder bestehende Anteile werden aufgestockt. Die Übernahme erfolgt nach den Regeln zur Kapitalerhöhung, die dazu in der Ratgeber-Übersicht erklärt werden.

Wo steht die Höhe des Geschäftsanteils?

Die Höhe steht im Gesellschaftsvertrag und in der Gesellschafterliste. Beide Dokumente müssen zueinander passen, sonst entstehen Unsicherheiten bei Stimmrechten und Verkauf.

Weiterlesen: Stammkapital, Kapitalerhöhung und Gesellschaftervertrag.

Hinweis

Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Die Zahlen im Beispiel sind frei konstruiert. Übertragungen und Gesellschafterlisten prüft ein Notar oder ein Rechtsanwalt.

Häufige Fragen

Kann ein Geschäftsanteil frei verkauft werden?

Die Übertragung braucht eine notarielle Form. Der Gesellschaftsvertrag kann Zustimmungen oder Vorkaufsrechte vorsehen.

Wie wird ein Geschäftsanteil bei Kapitalerhöhung ausgegeben?

Es entstehen neue Anteile oder bestehende Anteile werden aufgestockt. Die Übernahme richtet sich nach den gesetzlichen Regeln zur Kapitalerhöhung.

Wo steht die Höhe des Geschäftsanteils?

Im Gesellschaftsvertrag und in der Gesellschafterliste. Beide Dokumente müssen zueinander passen.

Hinweis

Keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung und keine Vermittlung von Finanzprodukten. Förderangaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Stellen der Fördergeber. Bezahlte Einträge sind als Anzeige gekennzeichnet und keine Empfehlung.

Verwandte Begriffe