Lexikon
Co-Investor
Ein Co-Investor ist ein Investor, der sich an einer Finanzierungsrunde beteiligt, deren Konditionen ein Lead Investor verhandelt hat. Er übernimmt einen Teil der Summe und trägt das Risiko anteilig, ohne die Vertragsbedingungen selbst zu bestimmen.

Ein Co-Investor beteiligt sich neben dem Lead Investor an derselben Finanzierungsrunde. Er übernimmt einen Teil der Summe zu den vereinbarten Bedingungen. Co-Investoren sind häufig Business Angels, Fonds oder Family Offices. Sie prüfen das Startup und entscheiden über ihren eigenen Betrag, nicht über die Vertragsklauseln der Runde.
Was macht einen Co-Investor aus?
Ein Co-Investor ist ein Gesellschafter wie jeder andere, erhält aber die Konditionen des Leads. Er zeichnet einen festen Betrag, der seinen Anteil am Unternehmen bestimmt. Seine Rechte ergeben sich aus dem Gesellschaftervertrag und den Vereinbarungen der Runde. Die Gesellschafterliste der GmbH weist jeden Anteil aus und ist nach jeder Runde zu aktualisieren.
Gründer schätzen Co-Investoren, weil sie das Netzwerk erweitern. Ein Co-Investor kann Kunden, Partner oder Fachwissen einbringen, das über das Kapital hinausgeht. Ob dieser Beitrag verlässlich ist, zeigt sich erst in der Zusammenarbeit nach dem Closing.
Co-Investoren haben zudem Einfluss auf die Folgefinanzierung. Ein bekannter Namensgeber im Gesellschafterkreis erleichtert Gespräche mit weiteren Investoren. Umgekehrt kann ein Gesellschafter mit schwacher Unterstützung die Verhandlungen erschweren.
Wodurch unterscheidet sich ein Co-Investor von einem Lead Investor?
Der Lead Investor verhandelt Bewertung, Vorrechte und Vertragsklauseln. Der Co-Investor übernimmt diese Bedingungen. Der Lead trägt daher die größere Verantwortung für den Prozess und übernimmt meist den größten Anteil der Summe.
Co-Investoren arbeiten häufig auf der Grundlage der Prüfung des Leads. Sie führen eigene Gespräche mit dem Gründerteam, bevor sie zusagen. Die Entscheidung über den eigenen Betrag bleibt bei ihnen.
Welches Beispiel zeigt einen Co-Investor?
Eine Runde über 1.000.000 Euro bei einer Post-Money-Bewertung von 5.000.000 Euro besteht aus einem Lead mit 600.000 Euro und einem Co-Investor mit 400.000 Euro. Der Co-Investor erhält damit 400.000 geteilt durch 5.000.000, also 8 Prozent. Die Bedingungen der Runde gelten für beide gleich. Beide Investoren erhalten dieselbe Anteilsart. Das Rechenbeispiel nutzt frei gewählte Zahlen.
Welche Begriffe gehören zu Co-Investor?
- Lead Investor ist der Investor, der die Runde führt und die Konditionen festlegt.
- Syndikat ist eine Gruppe von Investoren, die gemeinsam in ein Unternehmen investieren.
- Gesellschaftervertrag ist die Grundlage der Rechte und Pflichten aller Gesellschafter.
- Anteilsquote ist der prozentuale Anteil eines Gesellschafters am Stammkapital.
- Due Diligence ist die gründliche Prüfung des Unternehmens vor einer Beteiligung.
Häufige Fragen zum Co-Investor
Kann ein Co-Investor eigene Vertragsbedingungen verlangen?
In der Regel nicht. Der Co-Investor übernimmt die Bedingungen der Runde, kann aber Fragen an den Lead und das Gründerteam richten.
Ist ein Co-Investor an der Verwaltung beteiligt?
Das hängt von der Vereinbarung ab. Co-Investoren haben häufig Informationsrechte, Mitsprache ist im Vertrag geregelt.
Dieser Text bietet allgemeine Information und keine Anlageberatung. Beteiligungen an Startups bergen ein hohes Risiko bis zum Totalverlust. Lassen Sie Vertragsbedingungen und steuerliche Folgen von Rechtsanwalt oder Steuerberatung prüfen.
Weiterlesen: Business Angels und Investoren, Lead Investor, Investor finden: Schritt-für-Schritt-Plan für Gründer.
Häufige Fragen
Was ist ein Co-Investor einfach erklärt?
Ein Co-Investor beteiligt sich an einer Runde zu den Bedingungen, die ein Lead Investor verhandelt hat.
Bestimmt der Co-Investor die Bewertung?
Nein. Bewertung und Vertragsbedingungen verhandelt der Lead, der Co-Investor übernimmt sie.
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