Lexikon
Due Diligence
Due Diligence ist die sorgfältige Prüfung eines Unternehmens durch einen potenziellen Investor oder Käufer vor dem Abschluss einer Beteiligung oder eines Kaufs. Sie umfasst Finanzen, Verträge, Team, Markt und rechtliche Verhältnisse und endet mit einem Bericht.

Die Due Diligence ist die Prüfung eines Unternehmens vor einer Beteiligung. Der Investor prüft Finanzen, Verträge, Gesellschafterverhältnisse, Team, Technik und Markt. Die Unterlagen liegen meist in einem Datenraum. Ergebnis ist ein Bericht, aus dem sich Bewertung und Vertragsbedingungen ableiten lassen. Die Dauer richtet sich nach dem Umfang der Unterlagen.
Wodurch unterscheidet sich die Due Diligence vom Investor Pitch?
Der Investor Pitch ist die Präsentation, mit der das Unternehmen überzeugt. Die Due Diligence ist die anschließende Prüfung, in der jede Aussage aus dem Pitch belegt werden muss. Während des Pitchs entscheidet der Eindruck. In der Due Diligence zählen Verträge, Kontoauszüge und Protokolle.
Eine Due Diligence ist ein Zeichen, dass der Geldgeber ernsthaftes Interesse hat. Bricht ein Investor nach dem Pitch die Gespräche ab, lag das oft an unklaren Unterlagen oder an Widersprüchen in den Zahlen.
Welches Beispiel zeigt die Prüfung eines Kundenvertrags?
Beispiel (frei konstruiert): Ein Startup nennt in der Präsentation 40 Prozent Umsatz aus einem Großkunden. Der Prüfer fordert die Rechnungen der letzten zwölf Monate und den Vertrag an. Zeigt sich, dass der Vertrag jederzeit mit einer Frist von 30 Tagen gekündigt werden kann, wird die Umsatzzusage mit einem Risikoabschlag bewertet. Das Beispiel zeigt, wie eine einzelne Klausel den Wert eines Unternehmens beeinflussen kann.
Die Zahlen sind konstruiert. Im Einzelfall legt die Prüfung den Umfang der Unterlagen fest.
Der Prüfer arbeitet typischerweise mit einer Liste von Fragen, die vorab an das Unternehmen geht. Jede Antwort wird mit einem Dokument belegt und im Datenraum abgelegt. Fehlende Antworten fallen auf und verlängern die Prüfung. Wer die Liste früh selbst durchgeht, erkennt Lücken und schließt sie, bevor der Investor fragt.
Welche Begriffe gehören zur Due Diligence?
- Datenraum bündelt alle Dokumente für die Prüfung an einem Ort.
- Financial Due Diligence prüft Zahlen, Kontoauszüge und Planungen.
- Legal Due Diligence prüft Verträge, Gesellschafterrechte und Schutzrechte.
- Red Flag bezeichnet einen Befund, der die Transaktion gefährden kann.
- Prüfbericht fasst die Ergebnisse für die Entscheidung zusammen.
Häufige Fragen zur Due Diligence
Wie lange dauert eine Due Diligence?
Die Dauer hängt vom Umfang und von der Vorbereitung ab. Gut vorbereitete Unterlagen verkürzen die Prüfung deutlich. Planen Sie für den Zeitraum genügend Puffer ein, auch für Rückfragen des Prüfers, die oft mehr Zeit kosten als die erste Durchsicht.
Welche Unterlagen gehören in den Datenraum?
Typisch sind Gesellschaftervertrag, Cap Table, Finanzplan, Kundenverträge, Arbeitsverträge und Nachweise zu Schutzrechten. Ergänzen Sie den Raum um Protokolle wichtiger Beschlüsse.
Was passiert, wenn die Prüfung Mängel findet?
Der Investor kann den Preis senken, besondere Garantien verlangen oder die Beteiligung ablehnen. Gründer sprechen Mängel offen an, bevor der Prüfer sie findet.
Weiterlesen: Investor Readiness, Term Sheet und Investor finden: Schritt-für-Schritt-Plan für Gründer.
Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Das Beispiel ist frei konstruiert. Die Prüfung und Verträge begleiten Rechtsanwalt und Steuerberatung.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Due Diligence?
Die Dauer hängt vom Umfang und von der Vorbereitung ab. Gut vorbereitete Unterlagen verkürzen die Prüfung deutlich.
Welche Unterlagen gehören in den Datenraum?
Gesellschaftervertrag, Cap Table, Finanzplan, Kundenverträge, Arbeitsverträge und Nachweise zu Schutzrechten.
Was passiert, wenn die Prüfung Mängel findet?
Der Investor kann den Preis senken, Garantien verlangen oder die Beteiligung ablehnen.
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